Regionalentwicklung Region Albula

Mit der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) unterstützen Bund und Kantone das Berggebiet, den weiteren ländlichen Raum und die Grenzregionen bei der Bewältigung des Strukturwandels.


Die Neue Regionalpolitik des Bundes (NRP) hat zum Ziel, durch die Förderung innovativer Projekte und Programme die Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit der Regionen zu steigern und so einen Beitrag zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen zu leisten. Vorrangiges Ziel der Regionalentwicklung ist es, die Lebens- und Standortqualität in den Regionen zu verbessern und eine nachhaltige Entwicklung in den Regionen zu gewährleisten.
Regionale Entwicklung ist das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels verschiedener Akteure, Massnahmen und Rahmenbedingungen. Die NRP baut auf die Zusammenarbeit der verschiedenen öffentlichen und privaten Akteurinnen und Akteure einer Region. Unternehmen, die attraktive Stellen anbieten, erhalten Arbeitsplätze in der Region. Sie nehmen dadurch in ihrer Region eine Rückgrat-Funktion wahr und tragen wesentlich zur Identifikation bei. Durch ihren meist überregionalen Aktionsradius begründen sie glaubwürdig Standortargumente für die Region und tragen zur Niederlassung weiterer Unternehmen bei. Unternehmen nehmen aber auch bei Produkt- und Prozessinnovationen, der Qualifizierung regionaler Arbeitskräfte usw. eine wichtige Rolle wahr. Die Einbindung der Unternehmen in Regionalentwicklungsprozesse und -projekte ist deshalb von grosser Bedeutung.

Die Regionalentwicklung ist auf «innovative Kräfte» angewiesen, die in der Lage sind, einzigartige und überzeugende Projektideen zu entwickeln. Regionalentwicklungsprojekte können über verschiedene Förderpolitiken und -programme unterstützt werden. Innovative Projekte erschliessen Wertschöpfungspotenziale und können auf dem «Regionalentwicklungsmarkt» als Leuchtturmprojekte positioniert werden.

Das übergeordnete Ziel der Standortentwicklungsstrategie Viamala/Mittelbünden  ist die Erhaltung und Stärkung der ganzen Region als attraktiver und zukunftsfähiger Lebens-, Wohn- und Wirtschaftsraum. Dabei werden folgende drei Strategien bei der Standortentwicklung verfolgt:

  • Touristisches Profil schärfen
  • Wohnstandorte stärken
  • Voraussetzungen für Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe verbessern.


Zur Erreichung der im Tourismus definierten Ziele stehen im Bereich Tourismusentwicklung insbesondere eine Auswahl an Förderbereichen  zur Verfügung. Erfolgsgeschichten aus Graubünden und Informationen zu Fördermöglichkeiten für innovative Unternehmen werden hier beschrieben.


Im Grundsatz umfasst die Umsetzung auf Projektebene die folgenden Schritte:
  • Initiierung und Entwicklung Projektidee: Regionale Akteurinnen und Akteure (Unternehmen, Organisationen, Regionen, Gemeinden oder Privatpersonen usw.) oder regionale Entwicklungsträger entwickeln Ideen für NRP-Projekte. Das Umsetzungsprogramm Graubünden 2016–2023  bildet dabei zusammen mit der Standortentwicklungsstrategie die Rahmenbedingungen.
  • Projekteingabe: Die eigentliche Projekteingabe mit dem Finanzierungsantrag erfolgt beim regionalen Entwicklungsträger. Die Richtlinie zur Gewährung von Förderleistungen  ist zu berücksichtigen. Die Projekteingabe wird geprüft und mit einer entsprechenden Empfehlung an die kantonale NRP-Fachstelle (AWT) weitergeleitet.


Gesuch um finanzielle Förderung - Formular für digitale Erfassung (XLS, 169KB , neues Fenster)
Gesuch um finanzielle Förderung - Formular für manuelle Erfassung (PDF, 255KB , neues Fenster)
Gesuch um finanzielle Förderung - Zusatzformular für Bergbahnen (PDF, 135KB , neues Fenster)
Gesuch um finanzielle Förderung - Hilfsblatt (PDF, 191KB , neues Fenster)

  • Projektbewilligung: Die kantonalen NRP-Verantwortlichen prüfen, ob das eingereichte Projekt den Zielen und Schwerpunkten des Umsetzungsprogramms, den Anforderungen an ein erfolgversprechendes Projekt sowie den Kriterien der Nachhaltigkeit entspricht. Sie klären ebenfalls ab, ob Doppelspurigkeiten oder Kooperationsmöglichkeiten mit weiteren Vorhaben bestehen und ob die finanziellen Ressourcen vorhanden sind. Je nach Kanton und Finanzrahmen entscheidet die NRP-Fachstelle (AWT) oder der Regierungsrat über die Bewilligung und damit über die finanzielle Unterstützung des Projekts.
  • Projektdurchführung: Ist das Projekt bewilligt, liegt die Verantwortung für die operative Durchführung bei der Projektträgerschaft und bei der von dieser beauftragten Projektleitung. Der Entwicklungsträger und die kantonalen NRP-Fachstellen (AWT) begleiten und unterstützen in der Regel die Umsetzung der Projekte. 
  • Abschluss der geförderten Projektphase: Die Projektträgerschaft verfasst in der Regel einen Schlussbericht zuhanden des Kantons. Er bildet den formalen Schlusspunkt der geförderten Projektphase. Der Abschluss der geförderten Projektphase bildet in den wenigsten Fällen auch den Abschluss des Projekts an sich. Die NRP versteht sich grundsätzlich als Anschubfinanzierung. Es wird erwartet, dass mit NRP-Geldern finanzierte Vorhaben nach Abschluss der Förderphase weitergeführt werden können. Allenfalls ergibt sich eine erneute Unterstützung im Rahmen eines Folgeprojekts oder eine Finanzierung im Rahmen anderer Förderprogramme.


Es ist ein wichtiger Grundsatz der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP), dass die Regionen eigene Initiativen ergreifen, um mit Unterstützung der NRP die Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die regionale Identität sowie die kulturellen und natürlichen Ressourcen einer Region sind für die Regionalentwicklung aus mehreren Gründen von Bedeutung:

  1. Erleichtert die Einbindung von Partnern bei der Umsetzung der Entwicklungsstrategie. Denn Personen, die sich mit der Region Identifizieren, sind eher bereit, sich zu engagieren. Sie verleiht der Region ein Profil und erhöht deren Standortattraktivität gegenüber Aussenstehenden, regionalen Unternehmen und der Bevölkerung.
  2. Kulturelle und natürliche regionale Ressourcen können durch ihre Inwertsetzung Anstoss zu Innovation und regionalem Unternehmertum geben und bilden eine Grundlage für die Entwicklung von Nischenprodukten sowie Alleinstellungsmerkmalen, die auf regionalen Eigenheiten beruhen.


Die Region Albula – im Herzen Bündens soll auch in Zukunft ein attraktiver, eigenständiger, handlungsfähiger Wirtschafts- und Lebensraum bleiben – Ein Herkunftsgebiet nachhaltiger Produkte und eine der bedeutendsten Tourismusregionen in den Alpen.

Daniel Kunfermann Maissen
Leiter Regionalentwicklung

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